Ich habe den Eindruck, dass Mutter Natur sich einiges dabei gedacht hat, uns im Herbst mit einer Fülle an Obst und Gemüse zu überschwemmen. Denn der Übergang vom Sommer zum Herbst ist nichts, was immer reibungslos vonstatten geht. Klar, wenn die Herbsttage sich sonnig und mild zeigen, gerate auch ich leicht ins Schwärmen. Vor allem, wenn ich an einem dieser Tage, an denen der Föhn sommerliche Luft mit sich bringt, entspannt auf einem Berggipfel sitze und in die Ferne starre. Aber ehrlich - oft ist die Realität anders. So wie heute. Es regnet Bindfäden. Selbst unser Hund musste überredet werden, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Dazu ein Westwind, dass sich die Balken bzw. Äste biegen. Schön ist das nicht.
Und hier kommt Mutter Natur ins Spiel. Sie versüßt uns das Miesepeterwetter mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Weintrauben, lässt Kohl, Pilze, Kürbis und Zwetschgen reifen, schüttet Stangenbohnen, Staudensellerie und Rote Beete über uns aus. Es fühlt sich so an, als müsste man jeden Tag Erntedank feiern. Das ist schon clever, irgendwie. Denn diese Üppigkeit im Pflanzenreich macht nicht nur Spaß, sondern sie versorgt uns gerade in dieser Jahreszeit mit so ziemlich allem, was wir brauchen, um Kälte, Regen und Wind zu trotzen.
Meinem Liebling, dem Hokkaido-Kürbis, sieht man doch schon auf den ersten Blick an, dass er vor Beta-Carotin nur so strotzt, oder? Das meiste dieses Provitamins steckt in der Schale und da man diese beim Hokkaido mitessen kann, kommen wir gar nicht umhin, uns mit mit massig Beta-Carotin zu versorgen, wenn dieser Kürbis auf dem Speiseplan steht.
Schon lange wollte ich Kürbis-Porridge ausprobieren. Als mich heute das Geräusch von sintflutartigem Regen weckte, wusste ich, dass der Tag für dieses Frühstück gekommen war. Nicht nur, dass Kürbis-Porridge himmlisch schmeckt. Leicht süßlich, nach Zimt und Vanille. Nein, allein den Anblick finde ich schon fabelhaft. Denn dieses Gelb-Orange spiegelt den Herbst von seiner schönsten - nämlich sonnigen - Seite wider. Es lässt an bunte Ahornblätter denken, an die letzten Sonnenblumen in den Vorgärten und an blühende Gräser im Staudenbeet.
Um in den Genuss dieses leuchtenden Frühstücks zu kommen, benötigt ihr Kürbispüree. Ich weiß, dass es dieses Püree in den USA fast überall fertig zu kaufen gibt. Ich habe es im Supermarkt hier noch nicht entdeckt, habe aber bisher auch nur halbherzig danach Ausschau gehalten. Denn Kürbispüree lässt sich sehr einfach selbst herstellen. Ich habe hier schon einmal beschrieben, wie ich das mache. Reste vom Kürbispüree lassen sich super einfrieren - es gibt unzählige Verwendungsmöglichkeiten, daher lohnt es sich, gleich eine größere Menge zuzubereiten.
Wärmendes Kürbis-Porridge
Für 2 Personen braucht man:
1 großen Apfel
2 EL Haselnüsse
100 g glutenfreie Haferflocken
150 g Kürbispüree
2 EL Ahornsirup
300 ml ungesüßte Mandel- oder Reismilch
100 ml Wasser
1/2 TL Zimt
1/4 TL gemahlene Vanille
1/4 TL gemahlenen Kardamom
1 TL Kokosöl
1 TL Kokosblütenzucker
So geht es:
1. Die Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten leicht anrösten. Die Nüsse auf einen Teller geben und beiseite stellen.
2. Den Apfel waschen, vierteln und entkernen. Dann in grobe Würfel schneiden. In der Pfanne nun das Kokosöl zerlassen und die Apfelwürfel hineingeben. Bei mittlerer Hitze in 10-15 Minuten weich werden lassen.
3. In der Zwischenzeit die Haferflocken in einen kleinen Topf geben. Ahornsirup, Zimt, Vanille und Kardamom hinzufügen und mit Mandelmilch und Wasser aufgießen. Das Ganze aufkochen lassen und die Hitze dann herunterschalten. Das Kürbispüree unterrühren. Das Porridge bei niedrigster Hitze ca. 5 Minuten leicht vor sich hinsimmern lassen.
4. Das Porridge auf zwei Schalen verteilen, die gedünsteten Äpfel darüber geben und mit den Haselnüssen bestreuen. Nach Belieben mit etwas Ahornsirup beträufeln.
Enjoy ❤! Eure














