Montag, 12. November 2012
Vanillesoße
Selbst gemachte Vanillesoße ist ein "Muss" zu Apfelstrudel. Aber auch zu Schokoladeneis oder -pudding passt sie toll.
Aus wenigen Zutaten ist sie im Handumdrehen zubereitet und schmeckt unglaublich lecker. Keine Bange - das Kurkuma in der Zutatenliste ist Absicht ;-). In dieser kleinen Menge schmeckt man es nicht, aber es verleiht der Soße eine schöne gelbe Farbe.
Für 2-3 Portionen braucht man:
250 ml Vanillesojamilch
10 g Speisestärke
20 g Puderzucker
1/2 Vanilleschote
1 Messerspitze Kurkuma
75 ml Sojasahne
So geht es:
Die Sojamilch in einen Topf geben. 3 EL davon abnehmen und mit der Speisestärke und dem Puderzucker in einem Schälchen verrühren. Das Kurkuma unterrühren.
Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zur Sojamilch geben. Die ausgekratze Schote ebenfalls in den Topf geben und alles aufkochen. Wenn die Sojamilch kocht, die angerührte Speisestärke hinzugeben und alles eine halbe Minute köcheln lassen. Dabei alles kräftig mit einem Schneebesen verrühren, damit es keine Klümpchen gibt.
Den Topf vom Herd nehmen und die Soße abkühlen lassen. Zu guter Letzt die Vanilleschote herausnehmen und die Sojasahne unter die Soße rühren.
Im Kühlschrank hält sich die Soße 2-3 Tage.
Sonntag, 11. November 2012
Apfelstrudel
Apfelstrudel gehört in meiner Erinnerung zu Urlaub in den Bergen, zur Einkehr in urigen Hütten nach einer Wanderung an einem kalten Wintertag. Ich verbinde einfach ein wohliges, heimeliges Gefühl mit diesem Backwerk. Letzens habe ich festgestellt - Apfelstrudel schmeckt auch ohne Urlaub. Zuhause lässt er sich ebenfalls genießen - nach einem langen Herbstspaziergang im Nieselregen wärmt er Körper und Seele :-).
Mit gekauftem Blätterteig ist dieser Apfelstrudel recht schnell zubereitet. Die Füllung aus gedünsteten Äpfeln mit Zimt und Zucker finde ich unwiderstehlich. Noch warm aus dem Ofen schmeckt Apfelstrudel am besten und klassischerweise gehört (selbstgemachte) Vanillesoße dazu. Himmlisch!
Für einen Apfelstrudel braucht man:
ca. 270 g Blätterteig
500 g Äpfel (am besten eine säuerliche Sorte wie Boskoop verwenden)
3 EL Agavensirup
2 EL gehackte Walnusskerne
1-2 EL Rosinen
1/4 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
3 EL Wasser
1 EL Margarine
1 EL Sojasahne
2 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
So geht es:
Die Äpfel schälen und mit Agavensirup, gehackten Walnüssen, Rosinen, Zimt, Vanillezucker und Wasser in einen Topf geben. Alles einmal aufkochen lassen, die Hitze dann reduzieren und 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Äpfel anfangen, weich zu werden.
Den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 25 x 35 cm) und mit den Semmelbröseln bestreuen. Die Apfelmasse auf einem Drittel der Fläche verteilen und den Blätterteig von der schmaleren Seite her vorsichtig aufrollen. Den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
Die Margarine schmelzen und mit der Sojasahne mischen, den Strudel damit bestreichen. Den Apfelstrudel bei 180° C ungefähr 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
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Gebäck
Dienstag, 6. November 2012
Ofen-Auberginen in Tomatensoße
Auberginen finde ich schon immer toll. Dabei sind sie im Grunde ein merkwürdiges Gemüse ohne viel Eigengeschmack. Und beim Braten saugen sie einfach gigantische Mengen an Öl auf. Und dennoch - sind sie erst einmal fertig zubereitet, sind sie so lecker.
Für dieses Gericht werden die Auberginen nicht in Öl gebraten, sondern im Ofen gebacken - das finde ich um Längen besser als das langwierige Braten in der Pfanne. Bevor die Auberginenscheiben mit der Tomatensoße gebacken werden, wendet man sie in Paniermehl und backt sie im Ofen vor. Dieser simple Kniff gibt ihnen meiner Meinung nach das gewisse Etwas und sorgt für eine tolle Konsistenz. Uns hat dieses Gericht übrigens stark an "Auberginen parmigiana" erinnert. Das haben wir früher beim Italiener unglaublich gern gegessen - wie der Name aber bereits verrät, wird diese Speise mit Parmesan zubereitet. Doch auch so schmecken diese Auberginen einfach ganz fantastisch :-).
Für 2-3 Personen braucht man:
2 mittelgroße Auberginen
8 gehäufte EL Semmelbrösel (Paniermehl)
1 TL Salz
1 TL getrockneten Thymian
6 EL Hafermilch
1 große Dose gehackte Tomaten (800 ml)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll frisches Basilikum
1 TL getrockneten Majoran
1 EL Tomatenmark
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
So geht es:
Die Auberginen waschen und der Länge nach in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden. Die Semmelbrösel in einen Teller geben, die Hafermilch in einen anderen. Die Semmelbrösel mit dem Salz und dem getrockneten Thymian vermengen. Die Auberginenstreifen zunächst von beiden Seiten durch die Hafermilch ziehen. Anschließend in die Semmelbrösel geben und von beiden Seiten panieren. Nun die Auberginenstreifen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen grillen. Dazu die höchste Grillstufe einstellen. Nach ca. 5-7 Minuten aus dem Ofen holen.
Für die Tomatensoße zunächst die Zwiebel hacken und in dem Öl anbraten. Die gehackten Tomaten dazu geben und die Knoblauchzehen hineinpressen. Das Basilikum kleinschneiden und mit den anderen Gewürzen zu den Tomaten geben. Zu guter Letzt das Tomatenmark unterrühren und die Soße 10-15 Minuten köcheln lassen.
Dann etwas Soße in eine Auflaufform geben und eine Lage Auberginenscheiben darauf legen. Die Auberginen mit einem Teil Soße übergießen, darauf die zweite Lage Auberginen geben. Den Abschluss bildet der Rest Tomatensoße.
Die Auflaufform in den auf 200° C vorgeheizten Ofen schieben und 25 Minuten backen.
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Hauptspeise
Sonntag, 28. Oktober 2012
Marmor-Cupcakes mit Vanillecreme
Wenn die Lust auf etwas Süßes zuschlägt, ich aber keinen ganzen Kuchen backen möchte, greife ich gern auf Cupcakes zurück. Ich mag ihre handliche Größe und finde, sie machen optisch auch immer etwas her.
Diese Cupcakes sind entstanden, als ein halbes Glas Kirschen auf seine Verwertung wartete und ich gleichzeitig Schoko-Lust hatte. Die Kombination aus Kirschen und Schokolade funktioniert ja bereits bei Schwarzwälder Kirschtorte und Donauwellen grandios. Logo, dass diese klassische Kombi auch bei Cupcakes einfach passt.
Diese Cupcakes bestehen aus zwei Teigsorten, einem hellen und einem dunklen - also wie bei einem Marmorkuchen (auch, wenn der Marmoreffekt auf diesem Foto nicht zu sehen ist - er ist da, ehrlich).
Für ca. 10 Cupcakes braucht man:
Für den hellen Teig:
120 g zimmerwarme Margarine
100 g Zucker
1 EL Sojamehl
250 g Mehl
2 TL Backpulver
ca. 100 ml Sojamilch
Für den dunklen Teig:
2 gehäufte EL Backkakao
1 EL Zucker
4-5 EL Sojamilch
1/2 kleines Glas Kirschen
Für die Vanillecreme braucht man:
75 g zimmerwarme Margarine
250 ml Sojamilch
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
50 g Puderzucker
So geht es:
Zunächst den hellen Teig herstellen und die Margarine mit dem Zucker schaumig rühren. Das Sojamehl mit 3 EL Wasser cremig rühren und zur Margarine geben. Mehl und Backpulver zusammen mit so viel von der Sojamilch unterrühren, dass ein schwer reißender Teig entsteht.
Die Hälfte des Teiges in 10 Muffinförmchen geben. In jedes Förmchen 4-5 von den Kirschen drücken.
Die andere Hälfte des Teiges mit dem Kakao, dem Zucker und der Sojamilch verrühren. Den dunklen Teig nun ebenfalls in die Muffinförmchen geben und mit einer Gabel vorsichtig spiralförmig unter den hellen Teig ziehen.
Die Cupcakes im vorgeheizten Ofen bei 175° C 25-30 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Für die Vanillecreme das Puddingpulver mit 3 EL von der Sojamilch verrühren. Die restliche Sojamilch in einem Topf zum Kochen bringen, von der Herdplatte nehmen und das angerührte Puddingpulver hineingeben. Unter kräftigem Rühren einmal kurz aufkochen, dann abkühlen lassen.
Wenn der Pudding auf Zimmertemperatur heruntergekühlt ist, die Margarine mit den Quirlen des Handmixers cremig schlagen. Dann den Vanillepudding löffelweise unterrühren. Wichtig ist, dass Margarine und Pudding dieselbe Temperatur haben, damit die Masse nicht ausflockt (wäre optisch nicht so hübsch). Zu guter Letzt den Puderzucker unterrühren. Die Vanillecreme in eine Spritztülle füllen und die Cupcakes damit verzieren. Wer mag, dekoriert das Ganze noch mit Schokostreuseln.
Im Kühlschrank halten sich die Cupcakes zwei Tage.
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Gebäck
Dienstag, 16. Oktober 2012
Spaghetti mit Macadamia-Pesto und Tempeh
Ich liebe Nudeln. Ich liebe Macadamianüsse. Ich liebe Pesto. Ergo liebe ich auch dieses Gericht, das aus mehreren Komponenten besteht und in der Zubereitung daher etwas aufwändiger ist. Die einzelnen Schritte sind jedoch puppeneinfach und das fertige Gericht ist meiner Meinung nach jede Mühe wert. Natürlich kann auch jeder "Baustein" für sich zubereitet und ohne den Rest gegessen werden. "Nur" Nudeln mit Macadamiapesto sind schließlich auch nicht zu verachten. Gleiches gilt für den Tempeh, der in einer süß-scharfen Soße mit Knoblauch und Ingwer mariniert wird - passt garantiert auch zu anderen Beilagen.
Für 2 Personen braucht man:
200 g Tempeh
3 EL Sojasoße, z.B. Tamari
2 EL Rapsöl
1 TL gekörnter Senf
1 EL Ahornsirup
1 EL Tomatenmark
1 große Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
1 gestrichenen TL Salz
etwas Pfeffer
So geht es:
Den Tempeh in Scheiben schneiden. Aus den übrigen Zutaten eine Marinade herstellen und die Tempehscheiben 1-2 Stunden darin ziehen lassen. In der Zwischenzeit kann das Pesto hergestellt werden.
Für die Macadamiapesto-Spaghetti braucht man:
50 g gesalzene Macadamianüsse
1/2 Bund Basilikum
5 EL Kokosmilch
5 in Öl eingelegte Tomaten
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Wasser
180 g Spaghetti
So geht es:
Basilikum waschen und trocken schleudern, mit den übrigen Zutaten im Mixer zu einem geschmeidigen Pesto verrühren - und mit den Gewürzen nach Belieben abschmecken. Je nach gewünschter Konsistenz etwas Wasser hinzugeben. Das Pesto kalt stellen.
Wasser für die Spaghetti zum Kochen bringen und die Nudeln al dente kochen.
Für das Gemüse braucht man:
1 Karotte
1 Zucchini
100 g Egerlinge
3 Frühlingszwiebeln
50 g Mungobohnensprossen
1 EL Margarine
Salz und Pfeffer
Kräutersalz
den Rest der Tempehmarinade
So geht es:
Das Gemüse waschen bzw. putzen und in Scheiben oder kleine Stücke schneiden. Die Mungobohnensprossen ungefähr 2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, dann mit kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen.
In einer Pfanne die Margarine zerlassen und das Gemüse kross anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kräutersalz abschmecken sowie den Rest der Tempehmarinade unterrühren. Zum Schluss die Mungobohnensprossen hinzugeben.
Nun die Tempehscheiben kurz von beiden Seiten braten.
Die abgetropften Spaghetti mit dem Pesto vermischen und auf einem Teller mit dem Gemüse anrichten. Den Tempeh dazu geben und fertig!
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Hauptspeise
Montag, 15. Oktober 2012
Apfelpfannküchlein
Es gibt mich noch - die Sommerpause ist vorbei ;-). Ich hoffe, ihr hattet eine gute Zeit und freut euch wie ich auf den Herbst? Ich mag ja im Grunde jede Jahreszeit und kann (fast) jedem Wetter etwas abgewinnen. Am Herbst mag ich natürlich vor allem die Farbenpracht, aber auch graue und wolkenverhangene Tage haben ihren Reiz - sie laden einfach zu Gemütlichkeit und Beschaulichkeit ein. An einem dieser frühherbstlichen diesigen Nachmittage gab es bei uns diese kleinen Pfannkuchen. Direkt aus der Pfanne und mit heißen Himbeeren serviert, passen sie für mich sehr gut zu dieser Jahreszeit. Zudem trägt unser Apfelbaum dieses Jahr zum ersten Mal viele rote Schneewittchenäpfel :-). Ich bin also momentan auf der Suche nach vielen, vielen Rezeptideen für Äpfel. Diese Pfannküchlein bilden den Auftakt. Das Rezept begleitet mich jedoch schon lange und ich krame es immer wieder gern hervor, da die Pfannkuchen saftig, lecker und obendrein schnell zubereitet sind.
Für 10-12 Pfannküchlein braucht man:
200 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Zucker
150 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure)
6-8 EL Hafer- oder Sojamilch
1 EL Öl (z.B. Rapsöl)
1 großen Apfel
Öl zum Braten
So geht es:
Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermengen, den Zucker dazu geben. Nun die Flüssigkeiten - Mineralwasser und Hafermilch - hinzugießen und mit den Quirlen eines Handmixers verrühren. Zu guter Letzt das Öl unterrühren.
Den Apfel waschen, entkernen und in möglichst feine Scheiben schneiden.
In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Pro Pfannküchlein einen gehäuften Esslöffel Teig in die Pfanne geben und sofort zwei bis drei Apfelschnitzen darauf legen. Die Pfannküchlein goldbraun braten, dann umdrehen und die zweite Seite ebenfalls bräunen lassen. Wenn die Pfannkuchen fertig sind, am besten im warmen Ofen aufbewahren, bis der Teig verbraucht ist.
Wer mag, serviert zu den Pfannküchlein heiße Himbeeren und/oder Ahornsirup.
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Frühstück/Brunch,
Gebäck
Mittwoch, 25. April 2012
Chicorée in Sahnesoße mit Sesamkartoffeln
Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe noch nie Chicorée gegessen. Ich hatte ihn vor einiger Zeit schon als "bitteres" und damit für mich ungenießbares Gemüse abgespeichert. Ich weiß nicht, wer oder was mich also nun geritten hat, drei Chicoréeköpfe vom Gemüsehändler mitzubringen. Vielleicht, weil es endlich Frühling wird und Chicorée in seinem zarten Weiß-Grün so schön frühlings-frisch aussieht? Vermutlich aber auch, weil dann doch meine Neugier gesiegt hat und ich es mag, (für mich) neue Schätzchen zu entdecken.
Und ob ihr es nun glaubt oder nicht - ich finde Chicorée toll! Nie hätte ich geglaubt, dass er so lecker und aromatisch schmeckt. Wenn ein "Koch-Experiment" so lecker ausgeht, bin ich ungelogen richtig happy ;-).
Ich hatte mich entschieden, den Chicorée kurz anzurösten, dann zu dünsten und eine Sahnesoße dazu zu servieren. Kombiniert habe ich den Chicorée mit Walnüssen, deren süßliches Aroma toll mit der leicht herben Note des Gemüses harmoniert. Getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten haben das Ganze geschmacklich abgerundet, ebenso viel frische Petersilie. Zu Sesamkartoffeln muss ich sicherlich nicht viel sagen, die sind einfach immer wieder herrlich. Eines steht fest: Chicorée wird es nun auf jeden Fall häufiger bei uns geben :-).
Für 2 Personen braucht man:
3 Chicoréeköpfe
1 kleine Zwiebel
100 ml Gemüsebrühe
200 ml Sojasahne
1 EL Tomatenmark
1/2 TL Zitronensaft
1 kleinen Bund glatte Petersilie
2-3 EL Walnusskerne
4-5 große, in Öl eingelegte Tomaten
1 EL Margarine
1 Schuss trockenen Weißwein
Salz und Pfeffer
Für die Sesamkartoffeln braucht man:
600 g neue, kleine Kartoffeln
2 EL Margarine
2-3 EL Sesamsamen
1 TL Kräutersalz
So geht es:
Zunächst die Kartoffeln waschen und mit Schale gar kochen. Während die Kartoffeln kochen, das Chicoréegemüse zubereiten.
Die Chicoréeköpfe von den äußersten Blättern befreien, waschen und keilförmig den (bitteren) Strunk herausschneiden. Wer mag, halbiert den Chicorée nun der Länge nach, dann aber darauf achten, dass er nicht auseinanderfällt. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Margarine in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebelwürfel darin hellbraun anrösten (möglichst keine Antihaftpfanne verwenden, das ist für die Röststoffe förderlicher). Den Chicorée dann ebenfalls in die Pfanne geben und kurz bei hoher Hitze anrösten lassen. Mit der Gemüsebrühe und dem Zitronensaft angießen, die Hitze auf niedrigste Stufe stellen und den Chicorée zugedeckt 15-20 Minuten dünsten.
In der Zwischenzeit die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Die Walnusskerne grob zerkleinern. Die in Öl eingelegten Tomaten in Streifen schneiden.
Wenn der Chicorée gar ist (er sollte noch etwas Biss haben), die Köpfe aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Die Temperatur auf mittlere bis hohe Hitze stellen und das Tomatenmark unter die Kochflüssigkeit rühren. Nach und nach die Sahne hinzugießen und zu einer sämigen Soße einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und einem Schuss Weißwein abschmecken. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, Walnüsse, Tomaten und Petersilie unterziehen. Zu guter Letzt den Chicorée in die Soße setzen und warm halten.
Die inzwischen gar gekochten Kartoffeln abgießen. In einer Pfanne die Margarine zerlassen, die Sesamsamen und das Kräutersalz unterrühren und die Kartoffeln kurz darin schwenken.
Chicorée und Kartoffeln anrichten, fertig :-).
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Hauptspeise
Sonntag, 22. April 2012
Mandelkrokant-Kuchen mit Vanillefüllung
Dieser Kuchen entstand, weil ich Lust auf einen möglichst simplen, aber nicht gar zu trockenen Rührkuchen hatte. Zum Sonntagskaffee finde ich schlichte, klassische Rührkuchen bisweilen wunderbar. Der Kuchen hat eine Haube aus Mandelkrokant, die mitgebacken wird und schön nussig schmeckt. Damit das Ganze dann nicht gar so trocken daherkommt, hat der Kuchen eine Füllung aus einem Vanillepudding bekommen, den ich mit weniger Flüssigkeit zubereitet habe als üblich. So erhält die Füllung eine "kuchenfreundlichere" Konstistenz und quillt beim Schneiden nicht in alle Himmelsrichtungen hervor. Für die Zubereitung des Puddings habe ich keine Hafer-, sondern Sojamilch verwendet. Mit Hafermilch schmeckt das Ganze natürlich auch, doch verleiht sie Vanillepudding oft eine schmutzig-gräuliche Farbe. Geschmacklich tut das dem Kuchen keinen Abbruch, aber irgendwie stört's mich dann doch, hach ja.
Für den Kuchenteig (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser) braucht man:
125 g zimmerwarme Margarine
125 g Zucker
1 Prise Salz
1 reife Banane
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
ca. 10 EL Sojamilch
Die Margarine mit Zucker und Salz cremig rühren. Die Banane kleinschneiden und unterrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Sojamilch unterrühren, so dass ein schwer reißender Teig entsteht. Den Boden einer Springform mit Backpapier belegen und den Teig darauf geben. Den Backofen auf 180° C vorheizen.
Für die Mandelkrokanthaube braucht man:
175 g Mandelblättchen oder Mandelstifte
75 g Zucker
80 g Margarine
5 EL Sojamilch
Die Mandelblättchen (oder -stifte) in einem Mixer fein mahlen. Wer keinen Mixer für Nüsse hat, kann die Mandeln auch mit einem Messer zerkleinern, dann wird der Krokant nicht ganz so fein, schmeckt aber auch gut. Die gemahlenen (oder gehackten) Mandeln mit Zucker, Margarine und Sojamilch in einen kleinen Topf geben und alle Zutaten bei geringer Hitze so lange verrühren, bis eine sämige Masse entsteht. Die Krokantmasse auf den Kuchenteig streichen. Die Springform in mittlerer Einschubhöhe in den Ofen schieben und den Kuchen 35-40 Minuten backen. Den fertig gebackenen Kuchen herausnehmen, noch 5 Minuten in der Form ruhen lassen, dann aus der Form holen und abkühlen lassen.
Für die Vanillefüllung braucht man:
1 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
500 ml Sojamilch
5 EL Zucker
Das Puddingpulver mit dem Zucker in ein Schüsselchen geben und mit 6 EL von der Sojamilch verrühren. Die restliche Sojamilch in einem Topf zum Kochen bringen, das angerührte Puddingpulver dazugeben und unter Rühren einmal kurz aufkochen lassen. Hitze sofort reduzieren und den Pudding noch 1 Minute leicht köcheln lassen, dann vom Herd nehmen. Unter gelegentlichem Umrühren den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Den in der Zwischenzeit ebenfalls etwas abgekühlten Kuchen mit einem scharfen Messer einmal waagerecht halbieren. Auf den unteren Boden den zimmerwarmen Pudding geben und glatt streichen. Den oberen Teigboden wieder aufsetzen und andrücken. Wie bei allen Kuchen mit Pudding- oder Cremefüllung macht ein Kühlschrankaufenthalt vor dem Servieren Sinn. Wer mag, bestäubt den Kuchen vor dem Servieren noch mit Puderzucker.
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Kuchen
Samstag, 10. März 2012
Blätterteigecken mit Kartoffel-Linsen-Füllung
Blätterteig ist einfach lecker - egal, ob man ihn süß oder herzhaft füllt. Ebenfalls toll finde ich, dass gefüllter Blätterteig sowohl heiß, direkt aus dem Ofen, als auch kalt prima schmeckt. Für die Füllung dieser Blätterteigecken habe ich rote Linsen und Kartoffeln verwendet, denen ich mit Curry- und Chilipulver einen leicht indischen Touch gegeben habe. Curry gehört zu einem meiner liebsten Gewürze bzw. eigentlich handelt es sich dabei ja um eine Gewürzmischung - je nach Lust und Laune verwende ich eine fertige Mischung oder bastele sie mir aus Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander und anderen Gewürzen selbst zusammen. So oder so - lecker finde ich die Currynote immer und sie macht sich bei den Blätterteigecken ausnehmend gut. Zusammen mit einem Salat ergeben diese Ecken ein feines Hauptgericht.
Für 6 große Blätterteigecken braucht man:
200 g Blätterteig
250 g Kartoffeln
80 g rote Linsen
100 g Champignons
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 EL Soja- oder Hafersahne
1 EL Öl
1 TL Currypulver, mild
1 gestrichener TL Salz
2 Messerspitzen Chilipulver
So geht es:
Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und mit Wasser bedeckt in einem Topf gar kochen. Parallel dazu die roten Linsen weichen kochen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls schälen und würfeln. Die Champignons putzen und in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebelwürfel hineingeben und goldbraun anschwitzen. Die Champignonwürfel hinzugeben und weich schmoren. Zu guter Letzt die Knoblauchzehe kurz mitbraten, dann die Pfanne beiseite stellen und die Mischung etwas abkühlen lassen.
Sobald die Kartoffeln gar sind, das Wasser abgießen und die Kartoffelstücke zur Zwiebel-Pilz-Mischung geben. Die Kartoffeln dabei mit einer Gabel grob zerdrücken, es dürfen noch Stücke vorhanden sein. Die weich gekochten Linsen ebenfalls abgießen und zur Kartoffelmischung geben. Nun die Sojasahne und die Gewürze hinzugeben, alles gut miteinander vermengen.
Den Blätterteig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und dünn zu einem Rechteck ausrollen. Mit einem Messer in sechs gleich große Quadrate teilen. Auf eine Hälfte von jedem Quadrat etwas von der Kartoffel-Linsen-Füllung setzen und flach drücken, dann die andere Hälfte des Blätterteigquadrates darüber klappen, so dass ein Dreieck entsteht. Die Blätterteigecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei 180° C im Ofen 15-20 Minuten backen. Noch heiß servieren.
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