Herzhafte Kürbiskern-Schnitten mit Buchweizen

Dienstag, Februar 28, 2017


Das neue Jahr ist mittlerweile schon nicht mehr ganz so neu. Der Januar verging wie im Flug und auch der Februar liegt so gut wie hinter uns. Worüber ich nicht ganz unglücklich bin, denn der Februar rangiert unter den unbeliebtesten Monaten bei mir ganz weit vorn. Mal ehrlich, besonders viel Schönes hat dieser triste Monat nicht gerade zu bieten.

Doch weil ich ein netter Mensch bin und mir redlich Mühe gebe, Vielem etwas Positives abzugewinnen, habe ich eine kleine Positiv-Liste für den Februar erstellt. Wenn ich sie mir durchlese, finde ich den Februar auf einmal nicht mehr ganz so schlimm. Er wird nicht sofort zu meinem Lieblingsmonat, aber ich kann ihn etwas gnädiger betrachten und in den kommenden Jahren vielleicht weniger missmutig auf ihn reagieren. Oder was meint ihr?


9 Gründe, den Februar zu mögen (oder ihn zumindest etwas weniger schlimm zu finden):

1. Im Februar sind wir dem Frühling ein ganzes Stück näher als noch im Januar.

2. Es bleibt nun abends merklich länger hell.

3. Es macht Spaß, Wohnung oder Haus frühlingshaft aufzuhübschen - her mit den bunten Kissen und Blumen!

4. Beim Gemüsehändler gibt es noch immer Feldsalat, Grünkohl und Rosenkohl (ich könnte diese drei das ganze Jahr über mit Begeisterung essen).

5. Es macht noch immer Spaß, sich abends bei Kerzenschein aufs Sofa zu kuscheln, während draußen der Februarregen (oder Graupelschauer) ans Fenster klopft.

6. Beim Blumenhändler gibt es zauberhafte Frühblüher.

7. Wenn man aufmerksam ist, kann man bisweilen schon den Frühling in der Luft erschnuppern und an milden Tagen aufgeregte Vögel zwitschern hören.

8. Da das Wetter nicht gerade zu Outdoor-Aktivitäten auffordert, kann man viel kreative Zeit in der Küche verbringen und neue Rezepte ausprobieren.

9. Der Februar ist kurz. Wenn ihr das hier lest, ist er schon fast vorbei ;-).


Besonders Punkt 8 ist natürlich DAS Foodblogger-Argument schlechthin. Im Mai oder Juli verbringe ich weniger Zeit in der Küche bzw. am PC, um meine Rezepte zu bloggen. Im garstigen Februar hingegen finde ich die Küche verlockender denn je. Nicht zuletzt deshalb, weil einem beim Brutzeln und Backen wunderbar warm wird.

Diese herzhaften Kürbiskern-Schnitten sind an einem dieser regnerischen und viel zu dunklen Februartage entstanden. Nicht nur, dass sie sensationell mit Hummus und frischer Kresse schmecken, nö, sie sind auch noch turboschnell zubereitet. Rezepte, die sich ratzfatz umsetzen lassen, stehen bei mir derzeit hoch im Kurs. Nach langen Arbeitstagen mag ich nicht immer ewig in der Küche stehen. Vielmehr freue ich mich wie Bolle über einen gut gefüllten Kühlschrank voller leckerer Basics wie Hummus, Dips, Brote. Ich meine, wie toll ist das denn, wenn man abgearbeitet, müde und faul nach Hause kommt - und einfach nur den Kühlschrank öffnen muss, um diverse Leckereien darin vorzufinden?


Da steigt meine Laune schlagartig, auch wenn der Tag bis dahin noch so doof war. Diese Kürbiskern-Schnitten gehören seit Kurzem zu meinen Basics - also zu jenen Gerichten, die ich gern am Wochenende in doppelter Ausführung zubereite, eintuppere und im Kühlschrank lagere. Frisch aufgetoastet schmecken diese Schnitten wie neu. Das macht sie zu einem sehr willkommenen Lebensmittel für mich.

Die Hauptzutaten sind gemahlener Buchweizen, glutenfreie Haferflocken und Kürbiskerne. Zutaten, die ich immer im Haus habe. Nicht nur, weil sich aus ihnen diese leckeren Schnitten herstellen lassen. Nein, ich schätze an ihnen noch mehr.
Kürbiskerne = Zinklieferanten par excellence, somit gut für Immunsystem, volles Haar und schöne Haut.
Haferflocken = ob fein oder herzhaft, Haferflocken liefern ordentliche Mengen Protein, machen Gebäck locker und mürbe, sorgen mit ihrem hohen Anteil an Ballaststoffen für einen gesunden Magen-Darm-Trakt.
Buchweizen = das beste Pseudogetreide ever, voller wertvoller Proteine und reich an B-Vitaminen, die für ein stabiles Nervenkostüm sorgen :-).


Herzhafte Kürbiskern-Schnitten mit Buchweizen

Für eine quadratische Backform (ca. 16 x 16 cm) braucht man:

65 g glutenfreie Haferflocken
100 g Buchweizen
25 g Kürbiskerne + weitere 25 g
20 g Sesamsamen
1/2 TL Salz
1/4 TL Paprikapulver, mild
175 ml ungesüßte Reis- oder Mandelmilch
100 ml Wasser
1 EL Rapsöl

Zum Bestreuen:
15 g Kürbiskerne
etwas Fleur de Sel (oder ein anderes, grobes Meersalz)

So geht's:

1. Den Backofen auf 190° C Umluft vorheizen. Die Backform mit Backpapier auskleiden.

2. Haferflocken, Buchweizen und 25 g Kürbiskerne im Foodprocessor mahlen und das Mehl in eine Schüssel füllen. Die restlichen Kürbiskerne, die Sesamsamen sowie die Gewürze unterrühren.

3. Nun die Reismilch, das Wasser und das Öl unterrühren und alle Zutaten mit einem Küchenlöffel zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

4. Den Teig mit Kürbiskernen und etwas Fleur de Sel bestreuen. Dann in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen. Nach dem Backen noch fünf Minuten in der Form ruhen lassen und das Brot dann aus der Form nehmen, mit einem Messer in vier Schnitten teilen und gern noch warm essen.

Enjoy ❤! Eure
 

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3 Kommentare

  1. Bei dieser Positivliste käme man nicht auf die Idee, dass Du den Februar nicht magst:) Ich habe es mit Freude im März gelesen.Hey, Frühlingsbeginn :)

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  2. Mir geht es genau gleich, der Februar ist auch einer meiner unbeliebtesten, auch da ich fastnacht überhaupt nicht leiden kann;) Aber deine Punkte stimmen schon, und das tolle in den letzten drei Jahren war, dass der Februar schon immer milde Tage hatte in denen wir im Garten in der Sonne sitzen konnten! Die ersten Krokusse, Primmeln und Schneeglöckchen blühen, dass ist schon was schönes=)! Vielleicht wird zukünftig der Januar der unbeliebteste Monat, hihi;)
    Die Schnitten klingen sehr lecker, und ich liebe Sonnenblumenkerne in Gebäack!Ist also genau mein Fall;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  3. Oh die sehen ja lecker aus! Danke für das schöne Rezept. Das merke ich mir :)
    Liebe Grüße,
    Ela

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